Ein Mann beschäftigt sich mit den Unterschieden der Geschlechter. Doch der Soziologe Pierre Bourdieu tut dies nicht, um den Feminismus unter männliche Dominanz zu bringen, sondern um zu zeigen, daß männliche Herrschaft eine besondere, politisch wie ökonomisch wichtige Form symbolischer Herrschaft darstellt.
Männliche Herrschaft ist das Paradigma aller Herrschaft. Sie hat sich in der sozialen Welt niedergeschlagen und ist in den Einstellungen aller, dem Habitus, präsent: als ein universelles Prinzip des Sehens, ein System von Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungskategorien. Dies erklärt, warum eine solche Macht akzeptiert wird, denn sie beruht nicht auf einer freiwilligen Entscheidung, sondern auf der unmittelbaren Unterwerfung der sozialisierten Frauen. Für Bourdieu bedarf es daher einer symbolischen Revolution, einer radikalen Umgestaltung jener gesellschaftlichen Verhältnisse, die die beherrschten Frauen dazu bringen, den Standpunkt der Herrschenden einzunehmen.
Inhaltsverzeichnis
Ein vergrößertes Bild
Die gesellschaftliche Konstruktion der Körper
Die Inkorporation der Herrschaft
Die symbolische Gewalt
Die Frauen in der Ökonomie der symbolischen Güter
Männlichkeit und Gewalt
Die Anamnese der verborgenen Konstanten
Männlichkeit als Adel
Das weibliche Sein als Wahrgenommen-Sein
Die weibliche Sicht der männlichen Sicht
Konstanz und Wandel
Die geschichtliche Enthistorisierungsarbeit
Die Faktoren der Veränderung
Die Ökonomie der symbolischen Güter und die Reproduktionsstrategien
Die Macht der Struktur
Postskriptum über die Herrschaft und die Liebe
Schluß
Anhang Einige Fragen zur Schwulen- und Lesbenbewegung










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