Halb Reporter, halb Dichter bereiste Andersen die Region in einer Zeit der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche. Griechenland war damals ein junger Staat, der gerade erst von der osmanischen Besatzung befreit wurde. Es herrschten ärmliche und chaotische Zustände. Andersens Interesse, geprägt von den Idealen der Antike, galt neben dem Besuch antiker Stätten, wie der Akropolis, ebenso den einfachen Menschen und ihrem Alltag.
Ein weiteres Ziel der Marathontour durch Süd- und Südosteuropa war neben Griechenland Konstantinopel das Zentrum des Osmanischen Reiches. Andersen beschreibt die Stadt als so multiethnisch, bunt und aufregend wie man sie auch heute noch erlebt: die Minarette der Moscheen, die Basare, Derwische, Kaffeehäuser, überfüllten Gassen und die Schönheit des Bosporus.
Erst auf seiner Rückfahrt fasste der Däne den Entschluss, das Erlebte niederzuschreiben. In seinem Tagebuch notierte er: Noch hat kein Buch ein wahres Bild von Griechenland und dem, was ich im Orient gesehen habe, gegeben. Andersen schreibt begeistert, unvoreingenommen, humorvoll und romantisch. Zusammen mit 50 Stichen aus dem 19. Jahrhundert und den mitreißenden Schilderungen lässt sich die Reise Andersens durch das alte Griechenland und Konstantinopel neu erleben; ein einzigartiges und lebendiges Dokument einer fast 200 Jahre zurückliegenden, märchenhaften Zeit.













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