Die norwegische Ministerpräsidentin Harlem Brundtland sah 1988 im IOC die internationale Organisation, die eine sehr wichtige Rolle im komplexen Gefüge internationaler Beziehungen spielte. Das IOC kämpfe mit seinen olympischen Idealen gegen internationale Isolation und Apathie. Olympische Solidarität zeige das IOC besonders in Ländern, die keine Möglichkeiten besitzen, Chancengleichheit im Sport zu garantieren. Deshalb sei der Kampf des IOC gegen Doping von unschätzbarem Wert. Innerhalb und außerhalb der Olympischen Bewegung hat sich das IOC seit dem Beginn der 1980er Jahre für die Harmonisierung der internationalen Anti-Doping Politik eingesetzt, bis die Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) im Jahre 1999 das IOC ablöste.
In der vorliegenden Arbeit wird die Gründung der WADA im Kontext internationaler Harmonisierungsbestrebungen des IOC beschrieben, analysiert und diskutiert. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Fragestellung, inwieweit die Harmonisierungsbestrebungen des IOC zur Gründung der WADA führten. Welche Anti-Doping Politik hat das IOC bis zum Dopingskandal der Tour de France 1998 betrieben und wie sah die Politik danach aus?


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