Doch hinter dem „SS-Blutrichter“ verbirgt sich ein noch größeres Geheimnis: Seine obsessive Liebe zu Maria Wachter wird zum privaten Schlachtfeld gegen die NS-Rassenbürokratie. Basierend auf erstmals vollständig ausgewerteten Privatbriefen und Nachlassdokumenten des Fritz Bauer Instituts, erzählt Hardinghaus diese Geschichte mit der Spannung eines Thrillers: von der Ostfront über Auschwitz bis zu den Nürnberger Prozessen – ein dramaturgisches Meisterwerk zwischen Liebe, Macht und Moral.
Diese Biografie entmythologisiert Morgen: Ein Mann, der nicht für abstrakte Gerechtigkeit kämpfte, sondern für sein Recht auf Liebe zu einer von der SS als rassisch minderwertig eingestuften Frau. Weder Held noch Täter, sondern ein pflichtbewusster Jurist, der ungewollt zum Systemsaboteur wurde. Eine Fallstudie über die paradoxen Risse totalitärer Macht – und die hauchdünne Grenze zwischen Recht und Unrecht.


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