Als mein Wagen mitten im Schneesturm liegen bleibt, glaube ich, mein letztes Stündchen hat geschlagen. Doch dann taucht er auf.
Marcus ist alles, was ich nicht bin – rau, erfahren und doppelt so alt wie ich. Ein einsamer Wolf, der meilenweit von der Zivilisation entfernt lebt. Er rettet mir das Leben, wickelt mich in seinen Mantel und trägt mich durch den Schnee, als würde ich nichts wiegen.
In der Sicherheit seiner abgelegenen Hütte ist der Sturm draußen nichts im Vergleich zu der Hitze, die zwischen uns entsteht. Ich weiß, ich sollte nach Berlin zurückkehren, sobald das Wetter aufklart. Aber Marcus‘ raue Hände und seine tiefe Stimme wecken ein Verlangen in mir, das ich nicht leugnen kann.
Ich kam in die Alpen, um die Natur zu fotografieren, doch stattdessen fand ich einen Mann, der mich als sein Eigentum betrachtet und nicht vorhat, mich wieder gehen zu lassen.


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